Vasyl Radionovyč Bunelyk

Soldaten des kleinen Kriegs

Erinnerungen eines ehemaligen Häftlings der faschistischen Todeslager

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Vasyl Radionovyč Bunelyk, geboren 1905 in der Ostukraine, floh nach dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht in Lviv (Lemberg) im Juni 1941 mit seiner Familie nach Kyiv (Kiew), wo er als Mitglied der Kommunistischen Partei versuchte, Kontakt zu Partisanen herzustellen. Bei einer nächtlichen Razzia wurde Bunelyk verhaftet.
Im April 1943 wurde er in das KZ Mauthausen deportiert und knapp ein Jahr später in das Außenlager Leibnitz überstellt, aus dem ihm die Flucht gelang. Nach zwei weiteren Verhaftungen und einer erneuten Flucht erlebte er die Einnahme des ungarischen Beleds durch die Rote Armee.
Die Erinnerungen Bunelyks wurden erstmals im Jahr 1966 in Lviv unter dem Titel „Soldaten des kleinen Kriegs“ („Soldaty ‚maloji vijny‘“) auf Ukrainisch veröffentlicht. Neben diesem Bericht existiert ein Typoskript in russischer Sprache, in dem vor allem seine Erlebnisse nach der Flucht aus dem KZ Leibnitz detaillierter geschildert werden als im ukrainischen Original. Beide Texte wurden für diese nun erstmals auf Deutsch vorliegende Ausgabe übersetzt und zu einer Erzählung zusammengefügt.
Durch den gesamten Bericht ziehen sich sowjetische Narrative wie das Überzeichnen von Widerstandstätigkeiten in den unterschiedlichen NS-Haftstätten. In einem Nachwort kontextualisiert der Historiker Matthias Kaltenbrunner Bunelyks Erinnerungen als Zeitdokument vor dem Hintergrund der Situation von KZ-Überlebenden in der Sowjetunion.