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Andreas Kranebitter

Zahlen als Zeugen 

Soziologische Analysen zur Häftlingsgesellschaft des KZ Mauthausen

ISBN: 978-3-7003-1905-4
Umfang: 280 Seiten
Einband: Paperback
Ersch.datum: Januar 2015
Reihe: Mauthausen-Studien , Band 9

 24.90

Die nationalsozialistischen Konzentrationslager und ihre so genannten „“Häftlingsgesellschaften““ stellen die soziologische Forschung vor eine permanente Herausforderung: Kann ein derartiger Ausnahmezustand überhaupt mit den „herkömmlichen“ Konzepten und Methoden der Soziologie erfasst werden? Die Antwort darauf fällt in der Forschung unterschiedlich aus, die Basis der Analysen bildeten allerdings stets qualitative Methoden, die sich mit den Memoiren der Überlebenden beschäftigten. Mit dem vorliegenden Band leistet der Autor einen wichtigen Beitrag zu diesen Debatten. Ausgehend von fundierten statistischen Analysen der Daten zu über 166.000 namentlich bekannten Häftlingen des KZ Mauthausen legt die Untersuchung Muster hinter Phänomenen wie der „täglichen Sterblichkeit“ frei und lässt tradierte Bilder von Häftlingsgruppen wie den „Kriminellen“ in einem neuen Licht erscheinen. Durch den Blick auf neue Methoden rückt der Autor einen neuen und einzigartigen Quellen-Fundus ins Zentrum der Analyse. Die Ergebnisse und Interpretationen der statistischen Berechnungen führen zu aufschlussreichen Aussagen über die Konstituierung der „sozialen Ordnung“ der Häftlingsgesellschaft.

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(NHD) Europäische Geschichte;(NHTZ1) Der Holocaust
(1DFA) Österreich;(3MPBL) 1940 bis 1949 n. Chr.

Die nationalsozialistischen Konzentrationslager und ihre so genannten „“Häftlingsgesellschaften““ stellen die soziologische Forschung vor eine permanente Herausforderung: Kann ein derartiger Ausnahmezustand überhaupt mit den „herkömmlichen“ Konzepten und Methoden der Soziologie erfasst werden? Die Antwort darauf fällt in der Forschung unterschiedlich aus, die Basis der Analysen bildeten allerdings stets qualitative Methoden, die sich mit den Memoiren der Überlebenden beschäftigten. Mit dem vorliegenden Band leistet der Autor einen wichtigen Beitrag zu diesen Debatten. Ausgehend von fundierten statistischen Analysen der Daten zu über 166.000 namentlich bekannten Häftlingen des KZ Mauthausen legt die Untersuchung Muster hinter Phänomenen wie der „täglichen Sterblichkeit“ frei und lässt tradierte Bilder von Häftlingsgruppen wie den „Kriminellen“ in einem neuen Licht erscheinen. Durch den Blick auf neue Methoden rückt der Autor einen neuen und einzigartigen Quellen-Fundus ins Zentrum der Analyse. Die Ergebnisse und Interpretationen der statistischen Berechnungen führen zu aufschlussreichen Aussagen über die Konstituierung der „sozialen Ordnung“ der Häftlingsgesellschaft.