Alain-G. Gagnon

Legitimität und Diversität im Föderalismus

Eine Fallstudie am Beispiel Kanadas

In Kürze lieferbar

Das Jahrzehnt 2020-2030 könnte die Dekade des multinationalen
Föderalismus auf internationaler Ebene werden. Da die Großmächte und
internationalen Organisationen der Bildung neuer Staaten zunehmend
kritisch gegenüberstehen, erscheint der multinationale Föderalismus nun
als ein wichtiger Weg, den es zu erkunden gilt. Dieser ermöglicht als
Gegenleistung für die Loyalität von Nationen, die in einem Staat die
Minderheit bilden, ihre ursprüngliche Souveränität zurückzuerlangen –
wenn nicht sogar wiederherzustellen –, wobei Koordinierung, Konsultation
und das Zusammenleben mit politischen Partnern innerhalb der Einheiten
essentiell sind. Gegenwärtig ist es von entscheidender Bedeutung,
kollidierende Ansprüche auf der Grundlage der Legitimität, statt unter
Heranziehung des allzu engen Begriffs der Legalität, zu bewerten.
Inspiriert durch die wachsende Literatur über die Entwicklung von First Peoples
und Minderheitsnationen in einem demokratischen Kontext, wirft dieses
Buch einen neuen Blick auf die Beziehung zwischen Mehrheiten und
Minderheiten und erforscht gleichzeitig theoretische Fortschritte sowohl
in der Forschung zum Föderalismus als auch zu zeitgenössischen
Nationalismen.