Renate Bornberg

JCCS-a Whose cultural heritage ? 14/2022

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Das Thema des gebauten, kulturellen Erbes ist derzeit heftig diskutiert: In vielen Regionen der Welt will man weg von einem „internationalen Stil“, der überall auf der Welt identisch ist. Bei der Erfassung des eigenen kulturellen Erbes werden aber immer mehrere Schichten freigelegt, die überlagert wurden und zum kulturellen Erbe einer Region führen. Interessanterweise sind einige
Schichten importiert worden und in die eigene Tradition übernommen wird, was in diesem Heft thematisiert wird.

Miroslav Malinović erläutert in seinem Beitrag, wie die byzantinische Architektur kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs vom totalitären Regime Jugoslawiens neu interpretiert wurde.
Albaniens totalitäres Regime wählte hingegen den Modernismus des frühen 20. Jahrhunderts, was Albanien bis heute prägt und von Eled Fagu und Florian Nepravishta in ihrem Beitrag beschrieben wird.
Im Iran der Pahlavi-Zeit waren viele deutsche Ingenieure und Architekten tätig, wodurch deutsche Architekturelemente im Iran verwendet und adaptiert wurden. Die Auswirkungen beschreiben Morteza Mirzahosseini, Hossein Soltanzadeh, und Hossein Barainy.
Renate Bornberg und Bernd Paulowitz stellen im letzten Artikel eine Vorgehensweise vor, wie man Attribute, also Beschreibungen von kultureller baulicher Identität, definieren und verorten kann.