Stefan Dollinger

Österreichisches Deutsch oder Deutsch in Österreich?

Identitäten im 21. Jahrhundert

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Österreichisches Deutsch oder Deutsch in Österreich: Identitäten im 21. Jahrhundert widmet sich der brennenden Frage wer wir sind und wohin wir gehen. Neu ist der Bezug auf das Hochdeutsche, das in Österreich gesprochen wird, als Identitätsmerkmal. Ausgehend davon, ob der bzw. das Virus „richtiges“ österreichisches Hochdeutsch ist, führt Dollinger anschaulich in die Problematik der sprachlichen Identifikation ein. Von sprachgeschichtlichen, soziolinguistischen und mehrsprachigen Blickwinkeln aus wird die Beliebigkeit des Begriffs „Sprache“ herausgearbeitet, aufgrund dessen man Deutsch heute als ein Bündel von Standardvarietäten denken sollte. Da diese Sichtweise in der Germanistik wenig Berücksichtigung findet, ist das Buch auch eine heitere Wissenschaftskritik an einer germanistischen Sprachwissenschaft, die tief im 19. Jahrhundert verwurzelt ist. Das Buch vermittelt auf verständliche Weise, warum weitere Erforschung, Ausbau und Verbreitung eines österreichischen Standards ganz im Sinne einer Germanistik wäre, die die Sprecher*innen ins Zentrum setzt. Denn obwohl Österreichisches Standarddeutsch täglich gelebte Realität ist, wird dieser Standard (z. B. Pickerl, Sackerl, eh, oder Gewand) oft als „Dialekt“ missverstanden – besonders, aber nicht nur, von Sprecher*innen aus Deutschland. Das Buch ist zugleich Einführung ins Österreichische Standarddeutsch, Verteidigungsschrift und ein Plädoyer dafür, die Fragen der sprachlichen Gleichberechtigung ernst zu nehmen.

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