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Fabienne Gouverneur

PERSONAL, CONFIDENTIAL 

Mike W. Fodor als Netzwerker und Kulturmittler

ISBN: 978-3-7003-2144-6
Umfang: 292 Seiten
Einband: Paperback
Ersch.datum: August 2019
Reihe: Mitteleuropäische Geschichte und Kultur - Studienreihe , Band 5

 33.00

Der ungarischstämmige Journalist Mike William Fodor (geb. Marcel Vilmos Fodor, 1890-1977) gehörte zu jenen Mitteleuropäern, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die US-amerikanischen Demokratisierungsbemühungen in (West-)Deutschland mittrugen und so auch die Anfänge des Kalten Krieges miterlebten und -prägten. Als Chefredakteur der Neuen Zeitung in Berlin von 1948 bis 1955 war Fodor nicht nur geografisch, sondern auch professionell an der Frontlinie des Konflikts tätig und spielte mit seiner Zeitung eine wichtige Rolle in der ideologischen Auseinandersetzung, die sich besonders in der Presse in ihrer propagandistischen Form niederschlug. Mike Fodor kam die Rolle eines transatlantischen Mittlers zu, der die Aufgabe hatte, im Sinne der USA an der Demokratisierung Deutschlands mitzuwirken.
Diese Arbeit beleuchtet erstmals in großer Ausführlichkeit die Person Fodors ebenso wie das Beziehungsgeflecht, in dem er sich befand und in dem er agierte. Denn Mike Fodor war in den USA wie in Europa bestens vernetzt und unterhielt langjährige private Korrespondenzen unter anderem mit J. William Fulbright und Dorothy Thompson, die hier untersucht werden. Außerdem wird seine Vermittlungstätigkeit, seine Eigenschaft als Grenzgänger und kultureller Mittler, in Augenschein genommen – wer übernahm im konkreten Einzelfall die Aufgabe des Vermittlers zwischen Amerika und Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg? Was machte ihn zum Grenzgänger, wie sah seine Vermittlungstätigkeit aus, was waren die Motivationen und Ziele dahinter, und warum war gerade er so geeignet für die Einnahme dieser Position?

Fabienne Gouverneur studierte European Studies, International Economy and Business, Mitteleuropäische Studien und Geschichte Mitteleuropas in Maastricht, Prag und Budapest. Sie promovierte 2017 an der Andrássy Universität Budapest. Ihre Forschungsinteressen sind u.a. Themen des Nationalsozialismus und der Kulturgeschichte der Nachkriegszeit.


Schlüsselworte: , , .
(JB) Gesellschaft und Kultur;(NHQ) Geschichte: Sonstige Gebiete

Der ungarischstämmige Journalist Mike William Fodor (geb. Marcel Vilmos Fodor, 1890-1977) gehörte zu jenen Mitteleuropäern, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die US-amerikanischen Demokratisierungsbemühungen in (West-)Deutschland mittrugen und so auch die Anfänge des Kalten Krieges miterlebten und -prägten. Als Chefredakteur der Neuen Zeitung in Berlin von 1948 bis 1955 war Fodor nicht nur geografisch, sondern auch professionell an der Frontlinie des Konflikts tätig und spielte mit seiner Zeitung eine wichtige Rolle in der ideologischen Auseinandersetzung, die sich besonders in der Presse in ihrer propagandistischen Form niederschlug. Mike Fodor kam die Rolle eines transatlantischen Mittlers zu, der die Aufgabe hatte, im Sinne der USA an der Demokratisierung Deutschlands mitzuwirken.
Diese Arbeit beleuchtet erstmals in großer Ausführlichkeit die Person Fodors ebenso wie das Beziehungsgeflecht, in dem er sich befand und in dem er agierte. Denn Mike Fodor war in den USA wie in Europa bestens vernetzt und unterhielt langjährige private Korrespondenzen unter anderem mit J. William Fulbright und Dorothy Thompson, die hier untersucht werden. Außerdem wird seine Vermittlungstätigkeit, seine Eigenschaft als Grenzgänger und kultureller Mittler, in Augenschein genommen – wer übernahm im konkreten Einzelfall die Aufgabe des Vermittlers zwischen Amerika und Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg? Was machte ihn zum Grenzgänger, wie sah seine Vermittlungstätigkeit aus, was waren die Motivationen und Ziele dahinter, und warum war gerade er so geeignet für die Einnahme dieser Position?

Fabienne Gouverneur studierte European Studies, International Economy and Business, Mitteleuropäische Studien und Geschichte Mitteleuropas in Maastricht, Prag und Budapest. Sie promovierte 2017 an der Andrássy Universität Budapest. Ihre Forschungsinteressen sind u.a. Themen des Nationalsozialismus und der Kulturgeschichte der Nachkriegszeit.