Rudolf Langthaler / Michael Hofer

Existenzerhellung – Grenzbewusstsein – Sinn der Geschichte

Dem Andenken an Karl Jaspers (1883–1969)

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Der 50. Todestag (1883–1969) von Karl Jaspers ist Anlass, sich auf die philosophischen Hauptthemen seines Denkens zu besinnen. Um mögliche Aktualität braucht man sich bei Jaspers nicht zu bemühen. Vielmehr finden in der gegenwärtigen Jaspers-Rezeption vereinzelte Schwerpunkt-Themen vermehrt eine besondere Aufmerksamkeit. Die Trias in unserem Titel bringt dies zum Ausdruck durch die Festlegung auf Existenzerhellung – Grenzbewusstsein – Sinn der Geschichte.
Damit sind Themenfelder genannt und kein Versuch unternommen, das Denken von Jaspers auf Schlagwörter zu trimmen. Das wäre auch deshalb vermessen, weil Jaspers Autor großer systematischer Werke ist, die im Grunde die Gesamtthematik der philosophischen Tradition behandeln.
Im Rahmen des vorliegenden Bandes wird Jaspers in einigen Beiträgen als Repräsentant der sogenannten „Existenzphilosophie“ vergegenwärtigt und gewürdigt, womit allerdings auch Themen der Religionsphilosophie, die Jaspers stets beschäftigte, und der Geschichtsphilosophie in einem engen sachlichen Zusammenhang stehen. Diesbezüglich findet in der gegenwärtigen Diskussion vor allem auch sein – primär geschichtsphilosophisch orientiertes – Lehrstück von der „Achsenzeit“ eine auffällig breite Resonanz und natürlich ist auch seine mit Recht berühmt gewordene grundlegende Besinnung auf die „Schuldfrage“ (aus dem Jahr 1946) nach wie vor höchst aktuell und vieldiskutiert. Diese ausgewählten Themen stehen deshalb auch im Zentrum dieses dem Denken Jaspers‘ und seinem Andenken gewidmeten Bandes.