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Hofer, Michael; Langthaler, Rudolf (Hrsg.)

Geschichtsphilosophie 

Stellenwert und Aufgaben in der Gegenwart

ISBN: 978-3-7003-1918-4
Umfang: 139 Seiten
Einband: Paperback
Ersch.datum: Juni 2015
Reihe: Wiener Jahrbuch für Philosophie , Band 46 / 2014

 32.00

„Die „“Geschichtsphilosophie““ wird herkömmlich innerhalb der „“praktischen Philosophie““ verortet. Dass die materiale Geschichtsphilosophie““ als eine philosophische Disziplin im Vergleich zu gegen­wär­tigen Konzeptionen der Moralphilosophie, der Politischen Philosophie und der Ethik (und deren immanenten Differenzierungen) in der philosophischen Diskussion der Gegenwart offenbar eher eine unter­geordnete Rolle spielt, hängt wohl auch damit zusammen, dass ihre ehedem lei­ten­de Frage nach dem „“Sinn der Geschichte““ nicht selten dem Vorwurf des „“Substan­zia­li­sti­schen““ ausgesetzt wird; hingegen sind in den jüngeren Entwicklungen der sogenannten „“for­ma­len Geschichtsphilosophie““ die methodischen und inhaltlichen Abgren­zungen zu den me­tho­dischen Selbstreflexionen der Kultur­wissenschaften oftmals „“fließend““ und somit auch de­ren „“Selbständigkeit““ problematisch geworden, wie dies in jüngerer Zeit besonders etwa auch in den seitens der Kultur­wissenschaft unternommenen Bemühungen um eine Theorie der historischen Erinnerung oder des kulturellen Gedächtnisses bzw. einer „“Theorie des historischen Erzählens““ deutlich sichtbar wird.
Im Vergleich zu den zahlreichen gegenwärtigen Konzeptionen der Moralphilosophie, der Politischen Philosophie und der Ethik (und deren immanenten Differenzierungen) spielt die Geschichtsphilosophie in der philosophischen Diskussion der Gegenwart jedoch eine eher untergeordnete Rolle.
Als umso dringlicher erscheint eine Besinnung darauf, was Geschichtsphilosophie im Kontext der praktischen Philosophie, aber auch – in wissenschaftstheoretischer Hinsicht – im Blick auf die historischen Wissenschaften und Kulturwissenschaften zu leisten hat.“““

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„Die „“Geschichtsphilosophie““ wird herkömmlich innerhalb der „“praktischen Philosophie““ verortet. Dass die materiale Geschichtsphilosophie““ als eine philosophische Disziplin im Vergleich zu gegen­wär­tigen Konzeptionen der Moralphilosophie, der Politischen Philosophie und der Ethik (und deren immanenten Differenzierungen) in der philosophischen Diskussion der Gegenwart offenbar eher eine unter­geordnete Rolle spielt, hängt wohl auch damit zusammen, dass ihre ehedem lei­ten­de Frage nach dem „“Sinn der Geschichte““ nicht selten dem Vorwurf des „“Substan­zia­li­sti­schen““ ausgesetzt wird; hingegen sind in den jüngeren Entwicklungen der sogenannten „“for­ma­len Geschichtsphilosophie““ die methodischen und inhaltlichen Abgren­zungen zu den me­tho­dischen Selbstreflexionen der Kultur­wissenschaften oftmals „“fließend““ und somit auch de­ren „“Selbständigkeit““ problematisch geworden, wie dies in jüngerer Zeit besonders etwa auch in den seitens der Kultur­wissenschaft unternommenen Bemühungen um eine Theorie der historischen Erinnerung oder des kulturellen Gedächtnisses bzw. einer „“Theorie des historischen Erzählens““ deutlich sichtbar wird.
Im Vergleich zu den zahlreichen gegenwärtigen Konzeptionen der Moralphilosophie, der Politischen Philosophie und der Ethik (und deren immanenten Differenzierungen) spielt die Geschichtsphilosophie in der philosophischen Diskussion der Gegenwart jedoch eine eher untergeordnete Rolle.
Als umso dringlicher erscheint eine Besinnung darauf, was Geschichtsphilosophie im Kontext der praktischen Philosophie, aber auch – in wissenschaftstheoretischer Hinsicht – im Blick auf die historischen Wissenschaften und Kulturwissenschaften zu leisten hat.“““

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