Erich Lehner

Skelettbauten der Indianer Nordamerikas

Eine Typologie in dreidimensionalen Modelldarstellungen

Vergriffen

Die indigene Architektur der Indianer Nordamerikas fand bisher nur eine geringe Beachtung in der wissenschaftlichen Literatur. Untersuchungen der Bautypen beschränkten sich fast ausschließlich auf deren Zusammenhang mit Symbolik und Mythologie. Der Mangel an Interesse für die Indianerarchitektur hängt vielleicht mit dem wenig attraktiven äußeren Erscheinungsbild zusammen, welche ein großer Teil der entweder mit Erde überschütteten, mit groben Rindenteilen oder mit lockerem Buschwerk gedeckten Behausungen bietet. Tatsächlich ist die Indianerarchitektur jedoch in konstruktiver Hinsicht höchst interessant;vor allem die Skelettbauten zeigen ein breites Spektrum beachtenswerter Lösungen, wie dies kaum in einer vergleichbaren Baukultur beobachtet werden kann.  Die Untersuchungen in diesem Seminar verfolgten das Ziel, den konstruktiven Aspekt der Indianerarchitektur herauszustellen und zu typologisieren. Dies erforderte abstraktere Darstellungsmethoden, als sie in bisherigen Forschungen angewandt worden waren. Ausgewählte Bautypen wurden unter Zuhilfenahme von historischen fotografischen Aufnahmen, zeichnerischen Abbildungen und Aufnahmen sowie schriftlichen Aufzeichnungen rekonstruiert, auf ihre Grundstruktur reduziert und in schematischen virtuellen Strukturmodellen dargestellt. Stangenkonstruktionen – Bogenkonstruktionen – Pfostenkonstruktionen – Erdhaus – Grubenhaus – Pfahlbauten – Tipi