Thomas Lintner

Die Tiroler Frage 1918/19 unter Berücksichtigung der Erinnerungskultur zwischen 1920 und 2010

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Kein anderes Thema hat die Tiroler und Südtiroler Bevölkerung seit dem Ende des Ersten Weltkrieges derart beschäftigt wie die Teilung des Landes durch die Pariser Friedensverträge. Die Auswertung aller zeitgenössischen Quellen zeigt, dass die Tiroler Politiker und die Bevölkerung in den Jahren 1918/19 verschiedene Überlegungen anstellten, wie die Tiroler Landeseinheit zu wahren sei. So wurde über mehrere staatsrechtliche Lösungen debattiert, etwa über einen Freistaat Tirol von Kufstein bis Salurn oder einen Anschluss an Bayern, und in Form von Denkschriften und Kundgebungen für die Tiroler Landeseinheit eingetreten.
Bis dato von der Forschung nicht konsultierte Akten aus den britischen National Archives belegen, dass selbst auf der Friedenskonferenz in Paris über staatsrechtliche Möglichkeiten, wie etwa eine Alpenrepublik bestehend aus Liechtenstein, Vorarlberg und Tirol oder aus Teilen Altösterreichs, debattiert wurde. Neben den Memoranden, den Kundgebungen für die Einheit Tirols und den diplomatischen Aspekten der Pariser Konferenz hinsichtlich der Tiroler Frage untersucht die vorliegende Studie auch die Erinnerungskultur im Land Tirol zwischen 1920 und 2010.