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KZ-Gedenkstätte Mauthausen; Kranebitter, Andreas (Hrsg.)

Jahrbuch Mauthausen 2016 / Mauthausen Memorial 2016 

NS-Täterinnen und -Täter in der Nachkriegszeit

ISBN: 978-3-7003-2049-4
Umfang: 207 Seiten
Ersch.datum: Mai 2017

 5.00

Die TäterInnen hinter den NS-Verbrechen wurden von der Forschung erst seit den 1990er-Jahren ins Blickfeld gerückt. Das trifft auch auf die Forschung zum KZ Mauthausen zu. Das vorliegende Jahrbuch stellt den Versuch dar, den Blick auf die TäterInnen des KZ Mauthausen durch interdisziplinäre Ansätze methodisch, zeitlich und räumlich auszuweiten. Im Abschnitt „Forschung“ setzen sich Andreas Kranebitter und Gregor Holzinger mit der Frage auseinander, aus welchen gesellschaftlichen Schichten die Angehörigen des SS-Kommandanturstabs des KZ-Komplexes Mauthausen kamen. Gerald Steinacher widmet sich in seinem Artikel der Flucht österreichischer NS-Täter nach Übersee. Mikkel Dack geht in seinem Beitrag der Entnazifizierungspolitik der Alliierten in Deutschland und Österreich nach. Finja Marie Haehser erzählt eine persönliche Familiengeschichte unehelicher Kinder eines SS-Angehörigen des KZ Mauthausen. Julia Mayr verweist schließlich mit dem Internationalen Soldatenfriedhof Mauthausen auf einen unbekannteren Ort der Geschichte des KZ Mauthausen.
Im „Dokumentationsteil“ steht in diesem Jahr die institutionelle Reorganisation der KZ-Gedenkstätte Mauthausen – seit 1. Jänner 2017 eine Bundesanstalt öffentlichen Rechts – im Mittelpunkt. Katharina Kniefacz und Robert Vorberg umreißen die Hintergründe und Debatten zu dieser Ausgliederung. Zwei Stellungnahmen der KZ-Gedenkstätte Mauthausen von Christian Dürr und Andreas Kranebitter thematisieren Episoden der jüngeren österreichischen Vergangenheit: die Leugnung der Existenz einer Gaskammer im KZ Mauthausen sowie einen Artikel der Zeitschrift Die Aula – das freiheitliche Magazin aus dem Jahr 2015.
In ihrem Jahrbuch veröffentlicht die KZ-Gedenkstätte Mauthausen neueste Forschungsergebnisse zum KZ Mauthausen, kommentiert historische Zeitdokumente und informiert über Aktivitäten und Veranstaltungen im vergangenen Jahr. Das Jahrbuch erscheint seit dem Jahr 2007 und versteht sich als Forum für Organisationen und Personen, die sich mit der Gedenkstätte Mauthausen als Erinnerungsort, Friedhof und Museum auseinandersetzen.


Schlüsselworte: , , .
(NHTZ1) Der Holocaust
(3MPB) erste Hälfte 20. Jahrhundert (1900 bis 1950 n. Chr.)

Die TäterInnen hinter den NS-Verbrechen wurden von der Forschung erst seit den 1990er-Jahren ins Blickfeld gerückt. Das trifft auch auf die Forschung zum KZ Mauthausen zu. Das vorliegende Jahrbuch stellt den Versuch dar, den Blick auf die TäterInnen des KZ Mauthausen durch interdisziplinäre Ansätze methodisch, zeitlich und räumlich auszuweiten. Im Abschnitt „Forschung“ setzen sich Andreas Kranebitter und Gregor Holzinger mit der Frage auseinander, aus welchen gesellschaftlichen Schichten die Angehörigen des SS-Kommandanturstabs des KZ-Komplexes Mauthausen kamen. Gerald Steinacher widmet sich in seinem Artikel der Flucht österreichischer NS-Täter nach Übersee. Mikkel Dack geht in seinem Beitrag der Entnazifizierungspolitik der Alliierten in Deutschland und Österreich nach. Finja Marie Haehser erzählt eine persönliche Familiengeschichte unehelicher Kinder eines SS-Angehörigen des KZ Mauthausen. Julia Mayr verweist schließlich mit dem Internationalen Soldatenfriedhof Mauthausen auf einen unbekannteren Ort der Geschichte des KZ Mauthausen.
Im „Dokumentationsteil“ steht in diesem Jahr die institutionelle Reorganisation der KZ-Gedenkstätte Mauthausen – seit 1. Jänner 2017 eine Bundesanstalt öffentlichen Rechts – im Mittelpunkt. Katharina Kniefacz und Robert Vorberg umreißen die Hintergründe und Debatten zu dieser Ausgliederung. Zwei Stellungnahmen der KZ-Gedenkstätte Mauthausen von Christian Dürr und Andreas Kranebitter thematisieren Episoden der jüngeren österreichischen Vergangenheit: die Leugnung der Existenz einer Gaskammer im KZ Mauthausen sowie einen Artikel der Zeitschrift Die Aula – das freiheitliche Magazin aus dem Jahr 2015.
In ihrem Jahrbuch veröffentlicht die KZ-Gedenkstätte Mauthausen neueste Forschungsergebnisse zum KZ Mauthausen, kommentiert historische Zeitdokumente und informiert über Aktivitäten und Veranstaltungen im vergangenen Jahr. Das Jahrbuch erscheint seit dem Jahr 2007 und versteht sich als Forum für Organisationen und Personen, die sich mit der Gedenkstätte Mauthausen als Erinnerungsort, Friedhof und Museum auseinandersetzen.

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