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Ertl, Thomas; Komlosy, Andrea; Puhle, Hans-Jürgen (Hrsg.)

Europa als Weltregion 

Zentrum, Modell oder Provinz?

ISBN: 978-3-7003-1914-6
Umfang: 250 Seiten
Einband: Paperback
Ersch.datum: Dezember 2014
Reihe: Edition Weltregionen , Band 23

 24.90

„Europa ist eine Weltregion unter anderen. Sowohl aufgrund der politischen Geschichte als auch aufgrund der Entwicklung der akademischen Geschichtswissenschaft nimmt der kleine Kontinent am westlichen Ende Eurasiens in der europäischen und vielleicht auch globalen Geschichtsschreibung allerdings einen besonderen Rang ein. Das macht die Aufgabe, eine moderne Darstellung über Europa in der Welt zu verfassen, besonders reizvoll und besonders schwierig. Eine Geschichte Europas kann im 21. Jahrhundert nicht mehr von innen heraus mit eurozentrischem Blick geschrieben werden. Allein die Einbettung Europas in die Geschichte der Welt, sowohl konzeptionell als auch inhaltlich, scheint einer Zeit angemessen zu sein, in der Europas Vorrangstellung in vielerlei Hinsicht der Vergangenheit angehört und in der Intellektuelle auf allen Kontinenten an der Dekonstruktion der Idee „“Europa““ mitwirken. Das Ergebnis dieser Überlegungen ist ein Band über Europa als Weltregion neben und in Interaktion mit anderen Weltregionen oder Teilen davon. Europa wird als eine ‚Provinz‘ oder Region der Welt behandelt wie andere auch. Es gibt keine Belege dafür, dass es zum Zentrum der Welt bestimmt wäre, oder das Modell vorzugeben habe, dem der Rest der Welt folgen müsste, obwohl bestimmte Konzepte von Europa diese Rollen vorgesehen haben, genauso wie ähnlich gerichtete Konzepte dies zu bestimmten Zeiten für China, das arabische Kalifat oder die zivilisatorische Sendung der USA getan haben. Was Europa ist oder bedeutet, ist wesentlich eine Sache des jeweiligen Konzepts, der Vorstellungen und Bilder von Europa, ‚a matter of opinion‘. Es gibt jedoch verwirrend viele solche Konzepte, Vorstellungen und Bilder. Die Autoren des vorliegenden Bandes waren daher aufgefordert, Europa als Weltregion aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu erörtern und dabei die traditionellen und modernen Vorstellungen zu einem neuen Ganzen zu fügen. Diese Vielfalt der Ansätze und Themen führt den Leser auf eine Reise über Grenzen und Eurozentrismen, durch Provinzen und Provinzialisierungen bis hin zu Modellen und ihren Dekonstruktionen.“

„Europa ist eine Weltregion unter anderen. Sowohl aufgrund der politischen Geschichte als auch aufgrund der Entwicklung der akademischen Geschichtswissenschaft nimmt der kleine Kontinent am westlichen Ende Eurasiens in der europäischen und vielleicht auch globalen Geschichtsschreibung allerdings einen besonderen Rang ein. Das macht die Aufgabe, eine moderne Darstellung über Europa in der Welt zu verfassen, besonders reizvoll und besonders schwierig. Eine Geschichte Europas kann im 21. Jahrhundert nicht mehr von innen heraus mit eurozentrischem Blick geschrieben werden. Allein die Einbettung Europas in die Geschichte der Welt, sowohl konzeptionell als auch inhaltlich, scheint einer Zeit angemessen zu sein, in der Europas Vorrangstellung in vielerlei Hinsicht der Vergangenheit angehört und in der Intellektuelle auf allen Kontinenten an der Dekonstruktion der Idee „“Europa““ mitwirken. Das Ergebnis dieser Überlegungen ist ein Band über Europa als Weltregion neben und in Interaktion mit anderen Weltregionen oder Teilen davon. Europa wird als eine ‚Provinz‘ oder Region der Welt behandelt wie andere auch. Es gibt keine Belege dafür, dass es zum Zentrum der Welt bestimmt wäre, oder das Modell vorzugeben habe, dem der Rest der Welt folgen müsste, obwohl bestimmte Konzepte von Europa diese Rollen vorgesehen haben, genauso wie ähnlich gerichtete Konzepte dies zu bestimmten Zeiten für China, das arabische Kalifat oder die zivilisatorische Sendung der USA getan haben. Was Europa ist oder bedeutet, ist wesentlich eine Sache des jeweiligen Konzepts, der Vorstellungen und Bilder von Europa, ‚a matter of opinion‘. Es gibt jedoch verwirrend viele solche Konzepte, Vorstellungen und Bilder. Die Autoren des vorliegenden Bandes waren daher aufgefordert, Europa als Weltregion aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu erörtern und dabei die traditionellen und modernen Vorstellungen zu einem neuen Ganzen zu fügen. Diese Vielfalt der Ansätze und Themen führt den Leser auf eine Reise über Grenzen und Eurozentrismen, durch Provinzen und Provinzialisierungen bis hin zu Modellen und ihren Dekonstruktionen.“

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