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Helmut Engelbrecht

Unendlicher Streit durch Jahrhunderte 

Vereinheitlichung oder Differenzierung in der Organisation österreichischer Schulen

ISBN: 978-3-7003-1909-2
Umfang: 146 Seiten
Einband: Paperback
Ersch.datum: Oktober 2014

 19.90

“ In Österreich wurden Überlegungen zur Verein­heitlichung von Schulformen erst im 18. Jahrhundert angestellt, v.a. deshalb, weil bis dahin alle schulischen Einrichtungen nach heutiger Rechtsauffassung als „“Privatschulen““ einzustufen waren. Durch Jahr­hunderte bot daher die Unterrichtswirklichkeit ein buntes, keineswegs einheitliches Bild. Als 1760 die Verstaatlichung des Schulwesens einsetzte, galten alle Anstrengungen einem einheitlichen Schulsystem. Die Normierung stieß aber gleich anfangs an Grenzen, als die so genannte „“Normalschule““ dem Gymnasium weitgehend angenähert wurde. Eine Verbindung beider – von Joseph II. höchst notwendig gehalten und gefordert – scheiterte am Widerstand der Gymnasiallehrer. Vereinheitlichung oder Differenzierung von Schul­formen blieben weiterhin umstrittene Themen. ­Ökonomische und parteipolitische Überlegungen sowie Egoismen aller Art suchten darauf Einfluss zu nehmen. Die Schulwirklichkeit wurde hingegen ­immer weniger beachtet. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert – nur die Protagonisten wechselten. Nunmehr sind es im ­Wesentlichen die politischen Parteien, die sich gegenseitig blockieren. Vielleicht stimmt das Buch die eine oder andere nachdenklich, sodass endlich pädagogisch-didak­tische Überlegungen das Primat übernehmen ­können und nicht Ideologie – auf allen Seiten – ­bestimmend bleibt. Mag. Dr. Dr. h.c. Helmut Engelbrecht, Gymnasial­direktor i. R., Hon.-Professor an der Universität Wien und Ehrenmitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gilt als führender Vertreter der Historischen Pädagogik in Österreich. Seine fünf­bändige „“Geschichte des österreichischen Bildungswesens““ wurde als „“Standardwerk von internationalem Rang““ gewürdigt (Paedagogica historica, 27, 1991, 285 ff.), seine weiteren Veröffentlichungen (über 160) gelten als „“unentbehrliche Grundlage für künftige ­Forschungen““ (Brezinka, Pädagogik in Österreich IV, 2014, 864).“

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(JNB) Geschichte der Pädagogik

“ In Österreich wurden Überlegungen zur Verein­heitlichung von Schulformen erst im 18. Jahrhundert angestellt, v.a. deshalb, weil bis dahin alle schulischen Einrichtungen nach heutiger Rechtsauffassung als „“Privatschulen““ einzustufen waren. Durch Jahr­hunderte bot daher die Unterrichtswirklichkeit ein buntes, keineswegs einheitliches Bild. Als 1760 die Verstaatlichung des Schulwesens einsetzte, galten alle Anstrengungen einem einheitlichen Schulsystem. Die Normierung stieß aber gleich anfangs an Grenzen, als die so genannte „“Normalschule““ dem Gymnasium weitgehend angenähert wurde. Eine Verbindung beider – von Joseph II. höchst notwendig gehalten und gefordert – scheiterte am Widerstand der Gymnasiallehrer. Vereinheitlichung oder Differenzierung von Schul­formen blieben weiterhin umstrittene Themen. ­Ökonomische und parteipolitische Überlegungen sowie Egoismen aller Art suchten darauf Einfluss zu nehmen. Die Schulwirklichkeit wurde hingegen ­immer weniger beachtet. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert – nur die Protagonisten wechselten. Nunmehr sind es im ­Wesentlichen die politischen Parteien, die sich gegenseitig blockieren. Vielleicht stimmt das Buch die eine oder andere nachdenklich, sodass endlich pädagogisch-didak­tische Überlegungen das Primat übernehmen ­können und nicht Ideologie – auf allen Seiten – ­bestimmend bleibt. Mag. Dr. Dr. h.c. Helmut Engelbrecht, Gymnasial­direktor i. R., Hon.-Professor an der Universität Wien und Ehrenmitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gilt als führender Vertreter der Historischen Pädagogik in Österreich. Seine fünf­bändige „“Geschichte des österreichischen Bildungswesens““ wurde als „“Standardwerk von internationalem Rang““ gewürdigt (Paedagogica historica, 27, 1991, 285 ff.), seine weiteren Veröffentlichungen (über 160) gelten als „“unentbehrliche Grundlage für künftige ­Forschungen““ (Brezinka, Pädagogik in Österreich IV, 2014, 864).“

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